Im Funnel-Bootcamp drehen sich unsere Gespräche sehr oft rund um das Thema Leadgewinnung. Ein Lead Magnet funktioniert super – der nächste kommt gar nicht an, obwohl der Inhalt gut wäre.

Heute hatten wir ein Gespräch darüber, dass eine Anzeigenkampagne zu einer Landing Page mit Lead Magnet zu 0% Conversions führte – was können da die Gründe sein?

Es gibt Verschiedenes, das man optimieren kann.

Im Folgenden einige Ideen, um deine Leadgewinnung zu optimieren. Kurz und knackig ist mein Ziel. Wenn du weitere Ideen oder Fragen hast oder man einen coolen Optimierungserfolg hattest – ich bin dir dankbar, wenn du mir das in den Kommentaren mitteilst.

1. Wecke deine Community

Eine Bootcamp-Teilnehmerin letzthin im Gespräch: “Ich habe sehr ähnlich Inhalte wie eine Mitbewerberin getestet – bei gleicher Community-Grösse (hier ging es um Facebook). Aber Interaktionen waren bei mit viel tiefer.”

Wenn die Inhalte gleich sind, die Interaktionsraten aber viel tiefer sind, ist eine Community nicht so “wach” wie die andere.

Was hat das mit Leadgewinnung zu tun? Die “wachere” Community wird viel besser ansprechen auf Inhalte – auch Lead Magnets etc. Was wir daraus lernen: es kommt nicht nur auf die Inhalte an, sondern auf die Zielgruppe und dessen “Wachheitslevel”.

Was tun: zeige dich regelmässig und nahbar in deiner Community. Betonung auf regelmässig. Gute, hilfreiche Inhalte. Videoformat schafft die grösste Nähe: also Videos, Livestreams, Stories etc. Antworte mindestens mit “danke” auf die Kommentare, interagiere.

Es wird eine Weile gehen, wenn sie tief schlafen.

2. Verbessere deine meistbesuchten Seiten

Nutze Tools, wie Google Analytics und Google Search Console um die besten Seiten deiner Website zu finden (und brach liegendes Potential).

Liste diese Top 20 Seiten auf und überlege dir zu jeder Seite, was du als Handlungsaufruf (“Call to Action”) einbauen könntest, wenn eines fehlt. Idee dahinter: der Leserin den logischten, nächsten Schritt aufzuzeigen.

Wenn du merkst, dass du noch keine passenden Lead Magnets oder anderweitige Handlungsaufrufe hast, überlege dir, ob Potential drin wäre, ein solches zu erstellen. (37 Ideen für Lead Magnets)

3. Mehrwert vor dem “Opt-In”

Blind kauft niemand. Auch nicht kostenlos.

Es ist uns allen klar, dass auch ein gutes “Freebie” nicht wirklich kostenlos ist: man zahlt mit der E-Mailadresse.

Du musste deine Lead Magnets also attraktiv konzipieren und auch “verkaufen”. Damit meine ich nicht, schleimige Werbetexte zu erfinden – aber biete Mehrwert in Form von hilfreichen Tipps bevor jemand sich für etwas anmelden muss. Verstecke deine ganze Kompetenz nicht hinter der “Paywall”. Dazu musst du deine Wunschkunden wirklich gut kennen und wissen, auf welche Themen (Probleme, Herausforderungen, Lösungen) sie ansprechen, was sie suchen…

Dein Lead Magnet Titel muss spezifische Fragen ansprechen.

“7 häufige Fehler in Leadgenerierung” funktioniert als offener Blogartikel, jedoch kaum als magnetisches “Freebie”, weil es zu unspezifisch ist. Kostenlos scanne ich unter einem solchen Titel einen Blogartikel durch, um herauszufinden, wieviele der 7 Fehler ich selbst mache. Aber um meine E-Mailadresse zu kriegen, muss ich schon besser wissen, ob mich das betrifft.

4. Lerne aus den Conversion-Rates deiner Lead Magnets

Miss die Eintrageraten deiner bisherigen Lead Magnets und mache dir Gedanken dazu, weshalb eines allenfalls viel besser funktioniert, als ein anderer. Liegt es an der Besucherquelle? Oft liegt es nur an der Formulierung des Titels.

Hier sind die einfachsten Optimierungen zu machen: du kannst ohne Weiteres 2-3 verschiedene Titel deines Lead Magnets testen, um herauszufinden, was besser funktioniert. Dazu musst du nichtmal die Datei selbst ändern, sondern die Formulierung auf der Landing Page.

Landing Page Tools, wie LeadPages bieten oft eine simple A/B-Split-Testing-Funktion an. Oder auch Google Optimize lässt dich verschiedene Elemente auf deiner Website gegeneinander testen.

5. Teste verschiedene Arten von Lead Magnet

Ich verweise wieder auf unsere Liste mit 37 Lead-Magnet-Arten. Mein Punkt hier: teste nicht einfach 2 verschiedene PDFs gegeneinander. Teste ein PDF und eine E-Mail-Challenge. Oder ein Webinar und eine Videolektion etc. Deine Wunschkunden sprechen auf andere Inhalte an, als die Wunschkunden einer befreundeten Unternehmerin.

(Wenn du PDFs anbietest, dann müssen sie auch maximal die Erwartungen der Wunschkunden erfüllen – besser übertreffen.)

6. Simplifiziere Eintrageformulare

Frage nur das ab, was du brauchst. Bei uns ist das nur Vorname und E-Mailadresse. Keine Titel, Anreden, Nachnamen (wir sind mit allen standardmässig per Du). Grosse Formulare killen deine Eintragerate.

Psychologisch funktioniert's besser, wenn du auf deiner Landing Page zum Lead Magnet nicht sofort Formularfelder zeigst (das bewirkt unbewusste Abwehrhaltungen), sondern zuerst ein “virtuelles Ja” abholst, indem Interessierte zuerst einen Button klicken, bevor das Formular erscheint.

7. Verbessere deine Platzierungen in Suchmaschinen

Einfach gesagt? Oft auch einfach gemacht.

Ich erkläre in unseren YouTube-Videos oft solche Themen (abonniere unseren Kanal für solche Tipps).

Du solltest dich mit Google Search Console ein bisschen anfreunden. Siehe dazu mein Video zu Search Console. Nach einem steilen Einstieg ist es ein einfaches Tool, das dir zeigt, wie deine Lage in Suchmaschinen (genauer: Google) aussieht. Es gibt dir Ideen, wie du neue Inhalte planen kannst, die gut zusammenspielen mit den bisherigen, damit du darauf aufbaust.

Gute Platzierungen in Google sind nur mit guten, hilfreichen Inhalten möglich (und sinnvoll). Fachartikel oder Anleitungen wie diese Seite helfen. Werberische, schöne Broschürenseiten nicht.

8. Platziere dein CTA weiter oben!

Wichtig: auch wenn ich interessiert bin am Thema, schaffe ich es je nach Situation (Tram-Haltestelle erreicht) manchmal nicht, einen ganzen, langen Artikel zu Ende zu lesen. Ich würde mich aber bei knapper Zeit vielleicht für einen hilfreichen Lead Magnet eintragen, um es später anzusehen.

Platziere als deine CTAs (“Call-to-Action”) weiter oben auf deinen meistbesuchten (oder allen) Seiten. Das alleine kann schon einiges bewirken, wenn deine Lead Magnets attraktiv sind.

9. Nutze Exit-Intent-Popups

Ich bin kein Freund von lästigen Popups – obwohl ich manchmal sowas testen “muss”. Es gibt allerdings eine Art Popup, die nicht allzu lästig ist: Exit-Intent-Popups.

Was sind Exit-Intent-Popups?

Es sind Popups, die erst dann auftauchen, wenn der Browser erkennt, dass jemand die Seite verlassen will. Das heisst: der Mauszeiger des Besuchers verlässt die Website nach oben – ein Zeichen dafür, dass jemand eine neue Adresse eintippen will oder den Browser-Tab schliessen will.

Die meisten E-Mail-Automationstools oder auch Formular-Tools wie Elementor Pro haben diese Funktion integriert.

10. Schreibe 3 Artikel zu häufig gestellten Fragen zu deinem Fachgebiet

Schreibe 3 Artikel, die nützlich sind und häufig gestellte Fragen deiner Wunschkunden als Titel haben. Diese Artikel sollten einen guten Mehrwert liefern und deine Kompetenz zeigen.

Achte darauf, dass du in jedem dieser Artikel einen Lead Magnet als CTA hast. Wir wollen ja Leads gewinnen.

Wichtiger Punkt: achte darauf, dass die Titel gut zu Fragen passen, die Menschen in Google eingeben. Sei nicht spammig, aber abstrakte Wortspiel-Titel ziehen erfahrungsgemäss die falschen Leute an.

Mache das für Fragen, zu denen du etwas mehr zu sagen hast, als “ja” oder “nein”. Ein Artikel muss etwas hergeben, um von Google “anerkannt” zu werden als bester Beitrag. Artikel mit 300 Wörtern werden heute selten eine Lücke finden und zuoberst erscheinen. Es braucht mehr. Nicht gestreckt – sondern richtig guten Mehrwert.

11. Integriere echte Testimonials

Referenzen von zufriedenen Kund*innen haben eine hohe Glaubwürdigkeit. In Videoformat umso besser – auch wenn das Video nicht perfekt produziert ist.

Testimonial-Beispiel (Video auf dieser Seite)

Du kannst dafür sehr simpel auch die Aufnahme-Funktion in Zoom verwenden. Zum Beispiel bei einem Abschlussgespräch mit Kunden zum Schluss noch fragen, ob sie 2-3 Sätze in die Kamera sagen könnten, wie sie von deinem Angebot profitiert haben und wie für sie das Erlebnis war.

Frage sie dann, ob du diesen Teil ausschneiden kannst und als kurzes Videotestimonial auf deiner Website verwenden darfst.

Auf unserer Funnel-Bootcamp-Landingpage haben wir einige solcher Videos integriert. Es müssen nicht viele sein. Fange mit einem oder zwei an!

12. “Booste” deine Blogartikel – in Google

Natürlich geht das auch auf Social Media.

Zuerst mal, versuche das in Google. Wenn du merkst, dass eine bestimmte Seite oder ein bestimmter Blogartikel zu vielen neuen Leads führt, warum nicht zusätzlichen Schub geben?

Manchmal ist das sehr günstig.

Der Vorteil von Blogartikeln: der Titel ist nicht werberisch, es wirkt in Google weniger wie eine bezahlte Anzeige. Dadurch erleben wir oft (nicht immer), dass die Klickraten höher sind und entsprechend wir recht günstige Klickpreise erhalten von Google.

Manchmal bezahlen wir, obwohl ein Artikel zu einem wichtigen Suchbegriff schon auf Platz 1 ist in den Suchresultaten. Warum? Weil Platz1 halt eben nicht wirklich Platz 1 ist – weil zuerst einige Anzeigen kommen. So “gewinnen” wir dann 2 Plätze auf der ersten Seite bei Google.

13. Optimiere deine Newsletter-Anmeldung

“Trage dich ein für unseren Newsletter” – ach, wer will das?

Das muss besser verkauft werden.

“Schliesse dich unserer Community von 4800 Marketing-Fachleuten an” ist schon etwas attraktiver. Natürlich muss das der Wahrheit entsprechen, auch wenn es nicht überprüfbar ist – Integrität. In unserem Fall wären es Stand heute 5094 Marketing-Interessierte, wir hätte dich gerne auch dabei.

Wir verwenden Drip für E-Mail-Automationen

OK – war das ein Humble-Brag? 🙂

Meine Meinung: versuche das Wort “Newsletter” aus deinem Wortschatz zu streichen. Das. Will. Heute. Kein. Mensch. Mehr. Menschen wollen praktisch umsetzbare Tipps (ich hoffe, dieser Artikel passt?), Tricks, Inspirationen, konkrete Beispiele und Lösungen.

  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  

Reader Interactions

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.