Ernährungsberatung, Mentaltraining, Eltern-Coaching: Das gängige Modell, wie solche Coachings ablaufen, ist 1:1. KlientIn trifft Coach.

Dieses Setting wird leider selten hinterfragt.

Doch was, wenn es ein Modell gibt, mit welchem du als Coach:

  • mehr Menschen unterstützen kannst?
  • Menschen stärker motivieren/inspirieren kannst?
  • zeitlich mehr Freiheit hast, flexibler bist, öfters auftanken kannst und dich weniger ausgebrannt fühlst?
  • nicht zuletzt: mehr verdienst?

Das Prinzip ist ganz einfach:

Coache in Gruppen statt 1:1

Vielleicht bist du jetzt erst mal skeptisch.

Du macht in Einzelcoachings gute Erfahrungen, siehst Erfolge bei den Menschen, die du begleitest. Du kannst dir nicht vorstellen, dass deine KlientInnen im gleichen Mass profitieren würden, wenn du sie nicht mehr in Einzelsitzungen triffst.

In diesem Artikel lernst du die Vorteile von Gruppen- gegenüber Einzelcoaching kennen. Und wir zeigen dir eine ganz konkrete Strategie, mit der du Gruppencoachings aufbauen und durchführen kannst.

Lass dich mal auf den Gedanken ein.

Checkliste für Coaches  

Die 3 Ziele jedes Coachs

Als selbständige Beraterin, Coach, Therapeutin oder Trainer hast du drei Ziele:

  1. Resultate, die du mit deinen KundInnen bewirkst
  2. Freiheit
  3. Einkommen

Wenn eines davon fehlt, geht dein Business nicht auf:

Fehlen Erfolge, stirbt dein Unternehmen sehr schnell: Dir geht die Motivation aus und deine Kunden geben auf.

Hast du zwar ein gutes Einkommen und sichtbare Resultate, aber keine Freizeit mehr, hättest du dich genauso gut nicht selbständig machen können.

Wenn du dich unterbezahlt fühlst, bist du unzufrieden. Und läufst du finanziell sogar am Limit, wirst du über kurz oder lang ausbrennen oder Konkurs gehen.

Wie sieht das bei dir aus? Stimmen Einkommen – Freiheit – Resultate?

Photo by Holly Mandarich on Unsplash

Mehr Freiheit und Freizeit gewinnen

Wir gehen mal davon aus, dass du deinen Job als Coach sehr gut machst und deine KundInnen mit dir zufrieden sind.

Dann kennst du vielleicht die Situation, dass du wöchentlich neue Anfragen erhältst, die du ablehnen musst: Schliesslich hat auch dein Tag nur 24 Stunden und du hast eine begrenzte Anzahl Coaching-Termine pro Woche.

Ist das nicht frustrierend? Du siehst, dass du mehr Menschen helfen könntest, aber dir fehlt die Zeit dazu?

(Wenn dein Problem ist, dass du zwar hoch zufriedene KundInnen hast, aber zu wenig neue aquirierst, schau dir jetzt zuerst unser Webinar an: „Wie du mit diesem simplen System online laufend Wunschkunden anziehst“.)

Das Zeitproblem hat noch eine andere Dimension:

Nur, wenn du arbeitest, verdienst du auch Geld.

Das bedeutet:

Wenn du als Selbständige Ferien machst, bezahlst du doppelt

Es kommt in dieser Zeit nichts rein, gleichzeitig gibst du für deine Ferien Geld aus.

Die Rechnung ist simpel: Je mehr du anwesend bist und arbeitest, desto mehr verdienst du. Aber damit verkaufst du deine Lebenszeit.

Du bist ständig unter Druck – ein Burnout rückt näher (wenn du das nicht sogar schon kennst).

Die Lösung:

Dein Angebot muss skalierbar sein.

Zumindest zum Teil.

Was heisst „skalierbar“?

Deine Tätigkeit sollte dir gleich viel Aufwand machen, ob du nun 5 oder 500 KlientInnen hast. Aber das Einkommen ist im zweiten Fall 100x höher.

Beispiel: Als Fotografin kannst du mit einem guten Online-Kurs unbegrenzt vielen Menschen zeigen, wie sie tolle Bilder machen. Dank E-Mail-Automation, Videos und Facebook-Gruppen bleibt dein Aufwand aber immer gleich, egal, wie viele Menschen deinen Kurs kaufen.

Die Skalierbarkeit ist ein zentrales Argument für Gruppencoachings. Du hast daneben mehr Freiheit, zum Beispiel um dich weiterzubilden oder um für deine Familie da zu sein.

Unter Umständen führst du auch weiterhin 1:1-Beratungen durch. Aber nicht mehr als Haupt-Standbein.

Hier ein Artikel, in dem wir das Prinzip sowie Beispiele für skalierbare Produkte eingehender beschreiben.

 

Nun zum Inhalt deines Angebots:

Wie genau hilfst du Menschen?

Aus deiner Erfahrung kennst du die Probleme, mit denen die meisten zu dir kommen: Prüfungsangst, Ehekonflikte, der Wunsch, Gewicht zu verlieren…

Dahinter stehen Wunschvorstellungen, wie ihr Leben sein soll: Prüfungssituationen souverän meistern, eine glückliche Ehe, mit dem eigenen Körper zufrieden sein…

Wir nennen diese beiden Seiten „Himmel“ und „Hölle“ deiner Kunden. Dein Angebot holt sie aus ihrer „Hölle“ und schrittweise in ihren „Himmel“.

Wir haben eine Checkliste zusammengestellt, mit der du mithilfe des „Himmel“-und-„Hölle“-Gedankens dein Angebot fokussieren kannst.

Hol sie dir hier.

Auch wenn das Kernproblem bei verschiedenen Menschen individuell ausgeprägt ist – im Grunde hilfst du ihnen allen mit der gleichen Strategie.

Auch das spricht dafür, Gruppencoachings durchzuführen.

Die Vorteile in der Gruppe:

1. „Ich bin nicht die Einzige mit diesem Problem“

Menschen erleben, dass andere mit den gleichen Sorgen und Problemen zu kämpfen haben.

Das Gefühl, damit nicht allein zu sein, ist viel stärker als im 1:1-Gespräch mit dir als Beraterin. Die Scham fällt weg, mit der das Problem unter Umständen behaftet war. Schon das bewirkt eine positive Veränderung bei Deinen KlientInnen.

2. Inspiration und Motivation

In der Gruppe kennen zwar alle die gleiche Herausforderung, die einen sind aber schon weiter im Umgang damit.

An ihnen sehen die Neueinsteiger, dass dein Coaching wirkt!

Und sie werden angespornt, Gas zu geben und deine Tipps tatsächlich umzusetzen.

Die Gruppe inspiriert und motiviert sich gegenseitig – auch diesen Aspekt hast du in der 1:1-Beratung nicht.

3. Mehr Zeit mit dir als Coach

Da du nicht mehr pro Person einen einzelnen Termin reservieren musst, kannst du sie dafür öfters treffen (on- oder offline).

Dadurch kommen deine KlientInnen schneller vorwärts. Sie erleben die Veränderung, die sie sich wünschen, früher.

4. Weniger Routine abspulen

Es gibt Elemente deines Coachings, die für alle gleich sind:

  • Zum Beispiel wenn du einem Klienten ganz am Anfang die Schritte erklärst, die vor ihm liegen.
  • Die Grundlagen deiner Philosophie, die er oder sie kennen sollte, um Erfolg zu haben.
  • Oder – ganz banal – die Rahmenbedingungen deiner Beratung.

Ärgerst du dich nicht manchmal, dass du diese Dinge jedesmal einzeln erklären musst?

Effizienter wäre es doch, wenn du dazu ein Video aufzeichnest, das jede TeilnehmerIn anschauen könnte, oder ein E-Book zusammenstellst.

Dann, wenn sie sich im Vorfeld dafür Zeit nehmen kann, und nicht während des wertvollen Termins mit dir.

5. Dadurch mehr Zeit für das Wesentliche

Wenn du Grundlegendes, wie in Punkt 4 beschrieben, durch Videos vermittelst, kannst du in der Beratungssitzung ganz auf die aktuelle Situation der Teilnehmenden eingehen:

  • Welche Verständnisfragen sind aufgetaucht? (Ob bei den Grundlagen oder bei den Tipps, die du weitergegeben hast.)
  • Wo hapert es? Was hält deine Klienten zurück, die Schritte umzusetzen?
  • Ganz wichtig aber auch: Was ist gelungen, wo sind Fortschritte erkennbar?
  • Welche Situation könnt ihr zusammen anschauen, wo die Person anders/besser mit ihrer Herausforderung hätte umgehen können?

In diesen Gesprächen geschieht noch etwas Elementares:

6. Die Gruppe lernt voneinander

Nicht nur du als Beraterin kannst coachen, sondern die Teilnehmenden geben sich gegenseitig „best practices“ weiter.

 

Wie sieht so ein Gruppencoaching konkret aus?

Was hast du dir vor deinem inneren Auge vorgestellt, während du den Artikel bis hierhin gelesen hast:

  • Einen Wochenendkurs in einem Tagungszentrum?
  • Einen Online-Kurs mit Live-Videochat?
  • Ein wöchentliches Treffen an einem fixen Ort?
  • Eine geschlossene Facebook-Gruppe?

Grundsätzlich ist all das denkbar.

Wir empfehlen dir, dabei die Möglichkeiten zu nutzen, die das Internet Coaches heute bietet. Dazu gehören verschiedene Online-Tools und vor allem auch der Einsatz von Video (live oder aufgezeichnet).

Für unsere eigene Beratungstätigkeit sind Webinare und Video-Calls ein zentraler Bestandteil.

Screenshot aus einem Convertable-Webinar

Dazu ein kleiner Exkurs:

Unterschätze die Kraft von Videos nicht!

In Videos und Video-Calls sehen Menschen dein Gesicht, deine Mimik, haben Augenkontakt mit dir, hören deine Stimme:

All das bringt Nähe. Über Video lässt sich online eine Beziehung aufbauen und Vertrauen schaffen.

So erreichst und hilfst du auch Menschen, die nicht in deiner unmittelbaren Umgebung zu Hause sind.

Du gibst mehr Leuten die Möglichkeit, von deinem Coaching zu profitieren, und erschliesst dir umgekehrt eine grössere Klientel.

Beide Seiten sparen die Anreise zum Gespräch – das fällt zeitlich und finanziell positiv ins Gewicht.

Tipps, wie du mit einfachen Mitteln gute Videos produzieren kannst und worauf bei Live-Videos zu achten ist, erhältst du zum Beispiel hier.

 

Modell für Gruppencoaching

Im Folgenden nun ein mögliches Modell, wie du Gruppencoaching aufbauen und durchführen kannst.

  1. Wöchentliches Training mittels Videolektion: Das Rückgrat deines Kurses bildet eine Reihe von (aufgezeichneten) Videolektionen. Der Kurs läuft über eine definierte Zeit, z.B. 8 Wochen, in der die Teilnehmenden jede Woche per Mail eine Videolektion erhalten, die auf den vorangegangenen aufbaut. Dazu kriegen sie Fragen und Aufgaben, die sie individuell bearbeiten können. Eine E-Mail-Automations-Software wie Drip erledigt den Versand dieser Mails für dich.
  2. Gruppensession: Dies ist ein wöchentliches, einstündiges Live-Video mit Chat, bei dem alle Teilnehmenden dabei sind. Hier kannst du (siehe Punkt 5 oben) auf Fragen eingehen. Wir nutzen für solche Videocalls die Software WebinarJam.
  3. Geschlossene Facebook-Gruppe: Alle Teilnehmenden deines Coachings sind eingeladen, einer Facebook-Gruppe (oder auch einem Slack-Workspace) beizutreten. Darin können sie sich auch zwischen den Gruppensessions austauschen, Erfolge teilen, Fragen stellen. Du moderierst die Gruppe soweit nötig und beantwortest Fragen, bei welchen sich die Teilnehmenden nicht gegenseitig helfen können.
  4. 1:1-Support: Wenn akute Probleme auftauchen, bist du für die KlientInnen nach wie vor erreichbar. Wir empfehlen dir, dazu E-Mails oder ein Online-Support-System zu verwenden. Zum Beispiel HelpScout.
 

Probiere es aus!

Was haben die Gedanken bei dir ausgelöst? Hat sich bei dir im Kopf ein Szenario gebildet, wie du Gruppencoachings nutzen könntest?

Dann probier es aus. Nochmals die drei Ziele, die du als Coach oder Beraterin nicht aus den Augen verlieren solltest:

  1. Bessere Resultate für deine KlientInnen
  2. Mehr Freiheit
  3. Mehr Einkommen

Wir unterstützen dich gerne dabei, ein Online-System für deine Coachings zu erstellen. Rede mit uns!

Sam & Chris

  Checkliste für Coaches
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