Du willst in die Selbständigkeit starten – und besser vorbereitet sein, als wir damals?

Der Schritt in die Selbständigkeit war für uns beide eine der besten Entscheidungen. Und zwar schon Jahre, bevor wir zusammen Convertable gründeten. Es war auch sehr lehrreich – und wie du weisst, kann Lernen manchmal ganz schön hart sein.

Würden wir es heute nochmal wagen?

Klar – aber mit mehr Plan und System.

Wir würden zuerst ein Fundament bauen, auf das wir zum „Zeitpunkt Null“ zählen können. Es hätte uns einiges Stress erspart.

Wir geben unsere Erfahrung hier gerne weiter, damit du Vollgas geben kannst und deine Energie in das investieren kannst, wofür du wirklich brennst!

Bist du „auf dem Sprung“?

Vielleicht möchtest du noch ein grösseres Projekt in deiner Firma abschliessen. Oder du hast die Kündigung bereits geschrieben und brennst darauf, durchzustarten.

Wir zeigen dir in diesem Artikel, was du heute unternehmen kannst, um dir einen Startvorsprung zu verschaffen. Es macht dir das Leben einfacher, glaube uns 🙂

Denn du kannst jetzt schon loslegen!

Wir beschrieben hier 10 Dinge, die du tun kannst, bevor du deinen festen Job kündigst. Konkrete Schritte in Richtung Selbständigkeit. Das ist keine abschliessende Liste, gibt dir aber eine Sicht dafür, dass du bereits früh und mit überschaubarem Aufwand, Ding „in Betrieb“ nehmen solltest, um dir dein Start deutlich einfacher zu machen.

Je früher du diese Schritte unternimmst, desto mehr kannst du davon profitieren, wenn du schliesslich ganz in die Selbständigkeit startest.

 

Vorsprung rennen Turnschuhe

 

1. Mach ein Foto-Shooting

Du brauchst professionelle Fotos von dir.

Für deine Website, deine Facebook-/Instagram-Seite, für Werbeprodukte oder wenn du als Expertin oder Redner an einem Event auftrittst. Zum Start muss es nicht das teuerste Shooting sein – die nächste Stufe kannst du später zünden.

Ein sympathisches Porträtfoto ist ein Muss. Aber auch von deiner Dienstleistung kannst du bereits Fotos machen lassen: Frag Freunde, ob sie sich für ein Shooting als Klienten inszenieren lassen.

 

Foto Personal Trainerin mit Kundin

 

2. Erstelle eine Facebook-Seite

Diese Seite sollte nicht deine private Facebook-Seite sein. Aber du kannst sie von deinem eigenen Facebook-Konto aus betreiben.

Dort kannst du später Live-Videos schalten, Events ankündigen und Fotos davon posten, Gruppen erstellen etc.

Die Facebook-Seite wirst du auch brauchen, um Werbung zu schalten. Dazu kommen wir später.

Einige wertvolle Facebook-Tipps findest du in diesem Artikel: „Facebook für Firmen: Das ABC“.

 

3. Erstelle eine Website

Es reicht eine ganz simple Website. Du kannst diese selber erstellen, zum Beispiel mit einem WordPress-Theme.

Ein teures Design wird dich nicht erfolgreich machen. Ein Gebastel wird Erfolg fernhalten, dich billig wirken lassen.

Denk für den Inhalt von deinen zukünftigen Kunden her: Was wollen sie wissen? Welche Inhalte würden ihnen helfen?

Es geht nicht darum, dein Unternehmen im Detail vorzustellen, sondern diejenigen Informationen zu liefern, die relevant sind.

Lass deine Website für dich arbeiten!

Wichtig für dich: Die Website soll funktional sein. Sie soll für dich arbeiten und dir helfen, deine Kundinnen und Kunden kennenzulernen und mit ihnen in Kontakt zu bleiben.

(Lerne in unserem Online-Bootcamp Schritt für Schritt mit unserer Begleitung, wie das eingerichtet wird.)

Erste, wichtige Schritte dazu:

In deinem Google-Konto (erstellen, falls du noch keines hast!) aktivierst du für deine Website Google Search Console und Google Analytics.

Search Console zeigt dir, mit welchen Suchanfragen Leute auf deine Website gelangen und ob sie per Smartphone, Desktop oder Tablet zugreifen. Und mit Analytics hast du beispielsweise die Übersicht darüber, welche Seiten am meisten besucht werden, wo die Leute weiterklicken und wo sie wieder abspringen.

Auf der Website bindest du das Facebook-Pixel ein. Das ist ein Stück Code auf jeder deiner Seiten. Das Pixel wird dir später vor allem erlauben, Besucherinnen deiner Website auf Facebook wieder zu erreichen.

Achtung Datenschutz: Infos zu beiden Tools gehören in deine Datenschutz-Erklärung auf deiner Website. Datenschutz ist ein wichtiges Thema, das wir an anderer Stelle behandeln. Fragen dazu kannst du in unserer Fachgruppe auf Facebook stellen.

Laptop Website erstellen

 

4. Erstelle einen „Epic Blog Post“…

Darunter verstehen wir einen längeren Online-Artikel, der so interessant und hilfreich ist, dass Leute ihn gerne weiterempfehlen.

Wie lang soll ein solcher Artikel sein? So lang, wie nötig – so kurz, wie möglich. Solche Artikel, wenn sie wirklich Mehrwert liefern sollen, haben oft eine Länge von 1500 Wörtern oder deutlich mehr.

Der Artikel soll „magnetisch“ wirken: Er soll Menschen auf deine Website bringen. Dies, indem er wirklich wertvolle Informationen enthält. Vielleicht brauchst du Überwindung, so „grosszügig“ zu sein mit deinem Wissen.

Inhalt: Was sind die häufigsten Fragen, die dir gestellt werden? Welche Tipps kannst du geben? Welche Fragen und Stichworte werden in Suchmaschinen zu deinem Thema eingegeben? Welche Probleme haben diejenigen Menschen, denen du mit deiner Dienstleistung helfen kannst?

… und einen Lead Magnet dazu

Der Lead Magnet ergänzt deinen Artikel: Es könnte zum Beispiel ein Arbeitsblatt oder eine Checkliste sein, die man ausdrucken und ausfüllen kann.

Du kannst das zum Beispiel ganz einfach in PowerPoint oder Word erstellen und als PDF abspeichern. Dieses PDF bietest du beim Artikel zum Download an. Dafür muss man aber die E-Mail-Adresse angeben.

Genau das ist der Zweck des Lead Magnets: Er dient dazu, dir neue Kontakte zu verschaffen. Und zwar nicht einfach so viele wie möglich, sondern ganz gezielt Kontakte zu Menschen, denen du mit deinem Angebot helfen könntest.

Achtung Datenschutz: Fordere die Leute auf, ihre E-Mail-Adresse zu bestätigen (Double-Optin, das lässt sich im E-Mail-Automationstool einstellen). Gib genau an, wofür du die Adresse brauchen wirst.

Als Tool, um die Seite und den Lead Magnet einzurichten, kannst du zum Beispiel Leadpages nutzen. Als E-Mail-Marketing-Software können wir Drip empfehlen.

Artikel: „Wie du mit einem Lead Magnet deine E-Mail-Liste verdoppelst“

 

5. Entwirf eine E-Mail-Serie

Um mit den Leuten, die dich kennen, weiter in Kontakt zu bleiben, erstellst du eine E-Mail-Automation. Das ist eine Serie von E-Mails, die automatisch verschickt werden, wenn jemand dir seine E-Mail-Adresse angegeben hat.

  • Tag 1 nach Download des PDFs: „Hey Adrian, wie geht's dir? Du hast gestern das Arbeitsblatt heruntergeladen. Hast du es schon ausgefüllt? Wenn du weitere Fragen hast, kannst du mir gerne auf diese E-Mail antworten!“
  • Tag 5 nach Download des PDFs: „Ich habe ein Video aufgeschaltet, das dich weiterbringen wird. Schau es dir an!“
  • Tag 10 nach Download des PDFs: „Hier mein Tipp des Tages für dich, Adrian. Ich hoffe, du konntest bis jetzt schon von meinem Angebot profitieren und merkst erste Erfolge. Wie wär's mit einem persönlichen Termin?“

Diese Texte sind natürlich grobe Kurzfassungen – aber du begreifst, was wir meinen.

Auch solche Dinge zeigen wir dir Schritt für Schritt im Online-Bootcamp. Wir stellen dir sogar eine Journalistin zur Seite, die dir mit Texten hilft, dich beim „Epic Blog Post“ und deinem Lead Magnet hilft. Wir wollen, dass du das Web für dich aktivierst!

 

6. Wenn passend: Erstelle ein digitales Einstiegsprodukt

Zum Beispiel einen Online-Kurs. Mach dieses digitale Produkt kaufbar (im Unterschied zu einem kostenlosen Lead Magnet).

Dies dient mehreren Zwecken: Erstens bietet es Interessierten die Möglichkeit, von deinem Know-How zu profitieren, aber, anders als bei Workshops vor Ort, orts- und zeitunabhängig. Auch der Preis wird günstiger sein als bei einem 1:1-Termin mit dir.

Man lernt dich und deine Kompetenz durch ein solches Angebot jedoch kennen – es kann gut sein (und wäre auch das Ziel), dass einige der Käufer danach Kunden bei dir werden.

Nicht bei allen Branchen und Angeboten bietet sich ein digitales Produkt an.

Preislich sollte dieses Produkt unserer Ansicht nach über chf/eur 150 kosten. Wir glauben, die „billigen E-Books“ (Tripwire-Angebot genannt), die man vielerorts sieht, sind eher hinderlich für die Leute, die dringend dein Angebot brauchen. Man wird ausgebremst, wenn man zuerst ein „7-Euro-E-Book“ kaufen muss, bevor man richtig zur Sache kommen kann.

Hinweis: ein solches, digitales Produkt hilft auch auf andere Weise: du kannst schon Einnahmen generieren, während du noch „an deinem alten Ort“ arbeitest. Rede mit uns, wenn du mehr über „digitale Produkte“ und wie du Käufer findest lernen willst.

 

7. Nach einer Weile: Finde SEO-Verbesserungspotenzial

Nutze Google Search Console, um zu sehen, mit welchen Stichworten die Leute auf deine Website kommen.

Und recherchiere Sucheingaben zu deinem Thema: Welche Keywords und Schlüsselsätze werden gesucht, fehlen aber bei dir auf der Website noch?

Wichtig dazu: du willst nicht einfach viele Menschen auf deine Website bringen.

Du willst sie dann auch wirklich abholen. Wenn sie nur kommen und wieder gehen, ist nichts erreicht. Drum ist wichtig, dass sie den Weg zum Lead Magnet finden, sich eintragen. Dafür musst du inhaltlich einen Weg vorbereiten.

Was heisst das?

Du musst deinen idealen Kunden oder deine ideale Kundin kennen. Welche Themen interessieren? Mit welchen Fragen kommen sie? Werden sie auf deiner Website zu einem passenden Lead Magneten geführt?

8. Bewirb deinen Epic Blog Post mit Google Ads

Auf Suchbegriffen, die zu deinem Thema in Search Console auftauchen, kannst du mit Google Ads Werbung schalten.

Das ist ein „Quick Little Win“: Es kostet dich wenig Zeit und Geld, kann aber interessante Leute auf deine Website bringen.

Bewirb dabei – wichtig! – direkt deinen Epic Blog Post mit dem Lead Magnet. So werden wirklich interessierte Leute für dich kontaktierbar.

 

Seifenblase Natur

 

9. Erstelle die richtigen Facebook-Zielgruppen

Facebook bietet dir die Möglichkeit, wenn du das Pixel auf deiner Website installiert hast, Zielgruppen zu erstellen.

(Dieser Schritt funktioniert deshalb erst, wenn deine Website bereits eine Weile online war.)

Wir empfehlen dir zwei Zielgruppen:

  1. Website-Besucher: Du zielst nochmals genau die Leute an, die bereits auf deiner Website waren. Überleg dir, was sie jetzt interessieren könnte – sie kennen dich ja bereits ein wenig.
  2. Lookalike-Zielgruppe: Diese Zielgruppe basiert auf der Website-Zielgruppe. Du kannst bei Facebook auswählen, wie genau sie demografisch, geografisch etc. mit deinen bisherigen Website-Besucherinnen übereinstimmen soll. Wir empfehlen 1% – das sind diejenigen, die letzteren schon ziemlich ähnlich sind. (Je höher die Prozentzahl, desto grösser die Reichweite, aber desto kleiner die Ähnlichkeit.)

Diese Zielgruppen kannst du ebenfalls einsetzen, um deinen „Epic Blog Post“ zu bewerben. Facebook bietet auch weitere gute Möglichkeiten an, um an deine „idealen Kunden und Kundinnen“ zu kommen.

Nutze Facebook-Anzeigen so bald, wie möglich. Damit erreichst du Menschen früher auf ihrer „Reise“, als mit Google Ads. Dazu mehr an anderer Stelle (zum Beispiel in unserem Webinar).

10. Wenn passend: Führe ein Webinar durch und zeichne es auf

Vielleicht bietet es sich bei deinem Thema an, ein Online-Seminar durchzuführen („Webinar“). Stelle einen rund einstündigen Workshop zusammen, in dem du einige Basics zu einem spezifischen Thema weitergibst.

Du kannst dafür ideal die Facebook-Zielgruppen nutzen, um Werbung zu machen.

Im Webinar können Leute dir direkt Fragen stellen, auf die du eingehen kannst. Sie erhalten einen Eindruck von deiner Kompetenz und profitieren schon mal direkt. Du erhältst im Gegenzug ihre E-Mail-Adressen und merkst, wo Fragen und Bedürfnisse möglicher Kunden sind. Das hilft dir, dein Angebot noch besser zuzuschneiden.

Unbedingt solltest du das Webinar aufzeichnen und das Video danach als Lead Magnet anbieten!

Wir nutzen dafür die Software WebinarJam.

 

Bonus: Bootcamp

Wir von Convertable brennen dafür, dass kleine Unternehmen die Chancen des Webs nutzen.

Ein guter Weg, die zehn Schritte aus diesem Artikel nicht alleine zu machen, ist unser Bootcamp. In diesem achtwöchigen Online-Kurs (frei einteilbar) erstellst du dein Online-Marketing-System, deinen „Funnel“. Wir begleiten dich dabei, du kannst Fragen stellen und kriegst laufend Feedback von uns.

Dein „Funnel“ arbeitet dann zum Beispiel schon für dich, während du in deinem Hauptberuf im Büro sitzt. Es gewinnt Leads und Kunden für dich, damit du mit weniger Stress starten kannst, wenn der Tag gekommen ist.

Sam & Chris | Convertable.ch

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